Gaumenkitzler
RHABARBER kitzelt mit fruchtig-säuerlichem Aroma Gaumen und Geist hellwach. So, wie es im Frühling gern sein darf!
Foto(s): Frederik Röh, Henrik Matzen
„Rhabarber lässt sich gut einfrieren, sodass man die Saison verlängern kann. Dazu die Stängel schälen, in Stücke schneiden und in einem Gefrierbeutel in die Kühltruhe legen.“
Adelina Oemus, Obst- und Gemüseexpertin im Markant-Markt Eckernförde/Borby
Es war einmal in einem kleinen Städtchen, da lebte ein Mädchen namens Barbara. Und diese Barbara war im ganzen Land für ihren abartig guten Rhabarberkuchen bekannt.“ Mit diesen Zeilen beginnt das Lied „Barbaras Rhabarberbar“, mit dem der Hamburger Kabarettist Bodo Wartke in den sozialen Medien viral ging. Zusammen mit Musikproduzent Marti Fischer sang er den Zungenbrecher. Ihr Video löste einen weltweiten Internethype aus. So viel Aufmerksamkeit und Jubel bekommt der Rhabarber normalerweise selten bis nie. Dabei verfügt er über echte Starqualitäten.
Bombastisch spritzig
„Tja, dieser Kuchen war gradezu bombastisch, und die Nachfrage danach erstarkte drastisch. Barbara eröffnete noch im selben Jahr eine Bar und nannte sie ‚Barbaras Rhabarberbar‘“, heißt es im Lied weiter. Kuchen gehört ganz sicher zu den leckersten Zubereitungsmöglichkeiten dieses säuerlichen Gemüses. Doch auch Rhabarber-Crumble, -Kompott und -Auflauf schmecken wunderbar. Die Kombination mit Milchprodukten mildert die Säure ab, ebenso wie das Garen und der Mix mit süßen Früchten. Dass Rhabarber auch in herzhaften Gerichten schmeckt, beweist unser Rezept für RindfleischRhabarber-Curry (siehe Seite 30).
Keineswegs barbarisch sauer
„In der Stadt gab es auch ein paar Barbaren. Die hatten von Barbaras Rhabarberbar erfahren. Und da sie fortan jeden Tag bei Barbara waren, nannte man sie bald die ‚RhabarberbarBarbaren‘“, singt Bodo Wartke weiter. Insbesondere die rotfleischigen Sorten sind allerdings keineswegs barbarisch sauer, sondern angenehm mild. Unser Tipp: Jetzt beim Rhabarber zugreifen. Die Saison endet wie beim Spargel am 24. Juni.
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