Heiliger Edelfisch
Wunderbar weißes, saftiges Fleisch mit feiner Textur und edlem Aroma: Der Heilbutt ist ein absoluter Edelfisch. Kein Wunder, dass er schon vor 10.000 Jahren geliebt und verehrt wurde. Wir werfen einen Blick auf die Vorzüge und lange kulinarische Tradition dieses Leckerbissens aus den Tiefen des Meeres.
Foto(s): Frederik Röh, Henrik Matzen
„Heilbutt ist ein tolles Produkt. Ich esse ihn am liebsten geräuchert auf Schwarzbrot, dazu Sahnemeerrettich. Für ein tolles Aroma kommt er bei 50 Grad für zehn Minuten in den Backofen. Dann schmeckt er wie frisch aus dem Rauch.“
Thilo Schmitz, Warenbereichsleiter Fisch bei famila-Nordost
Der Heilbutt ist der größte aller Plattfische. Allerdings ist er gar kein Butt, sondern gehört zur Familie der Schollen, da er beide Augen auf der rechten Seite des Kopfes hat, während Butte linksäugig sind. Einst wurden aber einfach alle großen Plattfische Butt genannt, daher die ungenaue Zuordnung. Und da dieser Edelfisch besonders gern an kirchlichen Festtagen gegessen wurde, entwickelte sich aus dem niederdeutschen Wort „hille“ für heilig der heutige Name Heilbutt.
König des Nordmeers
Der natürliche Lebensraum des Weißen Heilbutts liegt im Nordmeer, unter anderem vor Island und Spitzbergen sowie in der Barentssee. Auch der Schwarze Heilbutt mag es kalt, er fühlt sich zum Beispiel in den arktischen Gewässern vor Grönland wohl. Als räuberische Grundfische gehen Heilbutte in Tiefen bis zu 2.000 Metern auf die Jagd nach Garnele, Dorsch, Schellfisch, Rotbarsch und Co. Der Weiße Heilbutt ist im Vergleich zu seinem Artverwandten viel größer und schwerer. Der oben grau gefleckte und auf der Bauchseite weiße König des Nordmeers kann bis zu 50 Jahre alt und drei Meter lang werden und satte 400 Kilogramm auf die Waage bringen. Demgegenüber erreicht der beidseitig dunkle Schwarze Heilbutt im Durchschnitt eine Länge von 1,20 Metern und ein Gewicht von 15 Kilogramm. Bereits in der Steinzeit betrachtete man im norwegischen Raum den Heilbutt als Geschenk der nordischen Götter und verehrte ihn als heiligen Fisch. Im Mittelalter galt Heilbutt besonders in Skandinavien als wichtige Nahrungsgrundlage.
Saftig, zart, aromatisch
Das herrlich weiße, praktisch grätenfreie und eiweißreiche Fleisch des Heilbutts ist saftig, fein-aromatisch und hat eine sehr zarte Textur. Hinzu kommt ein hoher Gehalt an Omega- 3-Fettsäuren. Diese Eigenschaften machen ihn für Fischliebhaber zur perfekten Delikatesse. Im Vergleich zum Weißen ist der Schwarze Heilbutt fettreicher, wodurch er sich exzellent zum Räuchern eignet. Da die Verfügbarkeit des Weißen Heilbutts deutlich geringer ist als die seines dunkleren kleinen Bruders, haben die famila-Frischfischtheken Schwarzen Heilbutt aus den tiefen, klaren Gewässern vor dem östlichen Grönland im Programm. Eine Vorbestellung der weißen Variante ist aber gern möglich. Sehr beliebt sind geräucherter Heilbutt, aber auch mariniertes oder pures Heilbuttsteak. Neugierig aufs Ausprobieren? Wir liefern das Rezept für Heilbuttsteak in Fenchel-Tomaten-Gemüse auf der folgenden Seite.
Rezept