Klein und knallig
MINIPAPRIKAS sind mehr als kleine Gemüsepaprikas. Sie sind ganz groß darin, auch Paprika-Skeptiker von sich zu überzeugen.
Foto(s): Frederik Röh, Henrik Matzen
Sie sind ihren großen Verwandten, den roten, gelben und grünen Gemüsepaprikas, geschmacklich ebenbürtig. Auch die Zubereitungsmöglichkeiten sind so gut wie gleich. Wer nun denkt, dieses Minigemüse sei zwar ganz nett, aber überflüssig und kaum mehr als „neumodischer Kram“, der irrt. Die kleinen Paprikaschoten, die meistens im bunten Beutelmix daherkommen, bringen Vorzüge mit, die unseren Speiseplan durchaus bereichern.
Würzig, aber nicht scharf
Minipaprikas sind nicht zu verwechseln mit ihren noch kleineren Verwandten, den Peperonis und Chilis, die weitaus schärfer sind. Alle Sorten gehören zur botanischen Familie der Nachtschattengewächse. Sie werden unterteilt in milde Gemüsepaprikas und bisweilen brennend scharfe Gewürzpaprikas. Verantwortlich dafür ist die Substanz Capsaicin, die die Pflanze bildet, um Fressfeinde abzuwehren. Aus den Gemüsepaprikas ist dieser Stoff weitestgehend herausgezüchtet worden, und zu ihnen gehören auch die Minipaprikas. Besonders hip sind derzeit die Mini-Sweet-Drops: kleine, tropfenförmige Paprikafrüchte, die zugleich süß und sauer sind.
Kleine und große Fans
Wem eine große Gemüsepaprika zu viel ist, wird schnell zum Fan der Minipaprikas. Auch Kinder, die das Gemüse sonst eher meiden, lassen sich von den kleinen Vertretern dieser Art überzeugen. Wohl auch, weil sie so herrlich unkompliziert sind. Sie sind ein prima Gemüsesnack für Schule und Arbeit, passen in den Salat und ins Käseomelett (siehe Rezept auf der rechten Seite). Für den Sonntagsbrunch machen sich gefüllte Minipaprikas mit Ei (siehe Rezept auf Seite 26) optisch wie geschmacklich ganz wunderbar.
Rezepte